TÜV und Hochschule kooperieren in Bottrop

im Rathaus

Großbildansicht Oberbürgermeister Bernd Tischler (Mitte) freut sich über die Kooperation zwischen HRW-Präsident Prof. Eberhard Menzel (links) und Wolfgang Wielpütz vom TÜV Nord.

Die Hochschule Ruhr West (HRW) baut ihre Kontakte zur lokalen Wirtschaft weiter aus. Im Rathaus hat die HRW eine Kooperation mit dem TÜV Nord vereinbart. Oberbürgermeister Bernd Tischler wertet die Zusammenarbeit und die damit einhergehende Entwicklung der Hochschule als "ein gutes Zeichen für die Stadt und die Region".

Die beiden Unterzeichner der Kooperation, Prof. Dr. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West, und Wolfgang Wielpütz, Mitglied der Geschäftsführung TÜV Nord, versprechen sich eine praxisbezogene Ausbildung und gute berufliche Möglichkeiten für die Absolventen. Die Zusammenarbeit sieht unter anderem den Einsatz von Werksstudenten und die Betreuung von Abschlussarbeiten seitens des Unternehmens vor.

Eberhard Menzel ist mit der Praxisausrichtung seiner Hochschule zufrieden. "Die Hochschule wächst und gedeiht", sagt der HRW-Präsident. Die Hochschule will Experten für die Industrie ausbilden. Dafür sucht sie Partner in der freien Wirtschaft. Der TÜV Nord ist jetzt einer der Partner. Neben dem Kontakt zu Unternehmen sucht die HRW auch die Verbindung zu Schulen. "Wir wollen die Schüler frühzeitig auf die Berufswahl vorbereiten", sagt Menzel. Er will die Labore in der Hochschule öffnen, um den Schülern den Kontakt zu technischen Berufen zu erleichtern. In Bottrop wird der Studiengang "Wirtschaftsingenieurwesen - Energiesysteme" angeboten.

Wolfgang Wielpütz vom TÜV Nord erklärte, dass der TÜV keineswegs nur mit der Überprüfung von Fahrzeugen beschäftigt sei. "Die Aktivitäten unseres Unternehmens liegen in der Prüfung von Systemen und Produkten, unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energien, Klimaschutz sowie Umwelt- und Energiemanagement", so Wielpütz. Rund ein Drittel der 8.500 Beschäftigten seien Ingenieure. In der Zusammenarbeit mit der HRW in Bottrop hofft er, künftige Absolventen für den TÜV zu interessieren. "Das Thema Energie wird in Zukunft noch viel wichtiger werden", sagt Wielpütz.

Als einen wichtigen Standortfaktor sieht Oberbürgermeister Bernd Tischler die HRW. "Auch wir sprechen Unternehmen aktiv an, um sie in die Hochschularbeit einzubeziehen", so Tischler. Dabei will der Oberbürgermeister Bottrop als einen klimafreundlichen Energiestandort etablieren. Dazu passt die Ankündigung Menzels, mit der Hochschule in Bottrop einen "Zero-Emission-Campus" zu bauen.

(22.01.2010)